Um was gehts eigentlich?

Hallo ihr Nasen.
Da mich das Thema momentan sehr beschäftigt, möchte ich euch ein wenig teilhaben lassen. Es geht um mein Buch, um den Inhalt und wie es dazu kam.

Ich schreibe, wie lange ich das schon tue weiß ich gar nicht so genau, auf jeden Fall lange. Als ich lesen gelernt hatte begann auch gleichzeitig meine Liebe zu Büchern. Irgendwann dann kamen die ersten Kurzgeschichten, über Teddybären die gegen Träume kämpften, Eichhörnchen die sich um eine Nuss stritten (Ja, das hab ich wirklich geschrieben!) und über eine Maus namens Leonard die ihre Brille verlor. Es war nicht weltbewegend und doch hab ich es sehr geliebt.
In der 9.ten Klasse sagte meine Deutschlehrerin zu mir ich sei unfähig Geschichten auf Papier zu bringen. Danach hörte ich auf. Weil ich wütend war und Angst hatte zu versagen. Zu schreiben, Geschichten zu schreiben die einen Leser fesseln, das war für mich immer schon das Nonplusultra. Da ich mich einfach selbst wahnsinnig gerne in eben diese verliere!

Vor ein paar Monaten hatte ich einen sehr diffusen Traum. Alles war sehr durcheinander und doch klar. Ich sah meine Protagonisten, Emma und Aiden. Die beiden hatten im Traum Gesichter und Namen und ihre Geschichte. Die es, meiner Meinung nach, wert war zu erzählen. Ein paar Tage später fing ich an und hörte nicht auf. Ich glaube einige wissen wie es sich anfühlt wenn man das Wort „Ende“ auf die letzte Seite schreibt. Es ist großartig, berauschend und beängstigend. Für mich war es ein riesiger Befreiungsschlag. Es war nicht perfekt, bei weitem nicht. Doch ich hatte den Willen es für mich perfekt zu machen. Ich habe sehr lange geweint vor Erleichterung auf die Reaktionen einiger sehr lieber Menschen, die nur Ausschnitte gelesen hatten. Somit wusste ich nämlich dass ich es doch kann, es möchte.

Aiden und Emma sind zwei unglaublich starke Charakter. Wenn ich ehrlich bin spiegelt Emma sehr viel Persönlichkeit von mir wieder, nicht unbedingt in ihrer Stärke, aber in ihren Erfahrungen, ihren anderen Eigenschaften und vor allem erkenne ich mich in ihrem Zynismus wieder. Ich hab es sehr geliebt sie zu schreiben, ihr Leben einzuhauchen und ihr das Leben zu geben welches sie im Endeffekt verdient hatte. Aiden verkörpert für mich vor allem eins; Wille und Intelligenz. Er steht für viele wichtige Werte die man im Leben haben sollte, er ist so herrlich unperfekt. Ich liebe ihn abgöttisch! 🙂
Die ganze Geschichte beginnt mit dem Prolog, welchen ich hier einfügen werde, ich hoffe niemand betreibt damit Schabernack.

„Vorwort:
Ich dachte eigentlich ich hätte schon jeden Schmerz erlebt den es so gibt auf dieser Welt. Bei einem Handballspiel in der Schule hatte ich mir mal das Bein gebrochen. Leider so unsauber dass sie es mir im Krankenhaus direkt nochmal brechen mussten. In einer kalten Winternacht kamen meine Freunde und ich auf die dumme Idee am kleinen Fischersee die Schlittschuhe anzuziehen und aufs gefrorene Wasser zu steigen. Ich bin eingebrochen und fast ertrunken. Vom Erfrieren mal abzusehen. Mein kleiner Bruder kniff und kratzte mich ständig, er war ein Raufbold und wir beide hatten schon üble Beulen davon getragen. Unsere Mutter hatte sich vor einigen Jahren in den Tod gestürzt und hinterließ eine Familie bestehend aus zwei Kindern und einem Mann. Der sich seitdem nur noch um seinen anhaltenden Rausch kümmerte.
Ich war ein Unglücksrabe, ein „Hans guck in die Luft“, wie mein Vater jetzt wohl sagen würde. Beim duschen entdeckte ich jedes Mal neue blaue Flecken, und ich wusste schon gar nicht mehr woher ich diese hatte. Ich wusste was Schmerzen waren, physisch und psychisch. Doch auf diesen Schmerz konnte mich im Leben keiner vorbereiten, kein gebrochener Knochen, keine Beule an meinem Kopf und keine blutige Nase waren so stark wie dieser, den ich erleben musste. Als er sich von mir wegdrehte, ich nur noch seine schwarzen, langen Haare sah und seinen steifen Gang, da wusste ich es. Aiden hatte mich verlassen. Und zwar endgültig. Es hatte nicht nach Streit oder nach einem „vielleicht“ geklungen. Seine Stimme war leise, ernst und verbittert, als er mir sagte dass er mich verlassen würde. Er nannte mir keinen Grund, weinte nicht und küsste mich auch nicht zum Abschied. Er ging einfach und ließ mich sprachlos zurück. Und in der Stille der Nacht brach ich zusammen, vor mir tat sich ein riesiges Loch auf und ich trat erneut hinein. Bevor ich Aiden kennenlernte war mir dieses Loch vertraut, jahrelang begleitete es mich. Nun war es wieder da, größer und schwärzer.“

Damit beginnt alles. Damit beginnt die Geschichte von Emma, die nie wirklich aufgehört hat Aiden zu lieben. Und von Aiden, der nach Jahren der Schwärze wieder auftaucht und sich nach Emma sehnt. Eine sehr intensive Liebesgeschichte nimmt ihren Lauf. Und es könnte alles so schön sein, wenn Emmas Vater nicht wäre. Der, seit dem Tod seiner Frau, in seiner eigenen Welt lebt. Die hauptsächlich aus Gewalt und Drogen besteht. Und aus dem Hass zur eigenen Tochter, weil sie ihrer Mutter so ähnlich sieht. Er geht weit über den Hass hinaus und lässt Emma jeden Tag aufs Neue spüren wie unwillkommen sie daheim ist. Ein Strudel aus Gewalt, Missbrauch und Erniedrigung füllt Emmas Leben aus. Und sie schafft es nicht da raus zu kommen, nicht ohne Hilfe. Gut dass Aiden wieder da ist.

Ich habe sehr viel Herz in dieses Buch gesteckt, ein wenig verarbeitet und viele Tränen verloren beim schreiben. Ich hoffe inständig dass es, wenn es veröffentlicht wird, Leute mitreißen kann!

Bis zum nächsten Mal 🙂

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3 Gedanken zu “Um was gehts eigentlich?

  1. Ich hatte einfach schon beim Prolog Gänsehaut und Tränen in den Augen.
    Und will einfach eines schonmal sagen: Danke das du den Mit gefunden hast wieder zu schreiben!
    Und bitte schick deiner Lehrerin von damals ein Exemplar mit einem fetten Mittelfinger!

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  2. Wow, dieser Text hat mich schon direkt eintauchen lassen und ich hätte am liebsten nicht mehr aufgehört! Sehr schöner Schreibstil bisher! Ich freue mich schon sehr auf die E- Ausgabe die ich mir definitiv zulegen werde 😉 Respekt!!

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  3. wow, das ist einfach unglaublich gut!
    Was ist das bloß für eine Lehrerin, die dachte, dass du nicht das Zeug zum Geschichten schreiben hast!
    Ich bin jetzt schon überwältigt von deinem Schreibstil und will unbedingt wissen, wie es weitergeht *-*
    Liebe Grüße

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